Die andere Seite des Schreckens

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Ein Mann verlässt die Kirche St. Johann in Bremen [Foto: Focus]

[Lesezeit ca. 9 Minuten]

Die TV-Journalistin Maria von Welser hat es getan, der Merkel-Sprecher Steffen Seibert ebenso, rund 100 evangelische Pfarrer konnten nicht anders und der britische Ex-Premierminister Tony Blair sah es als geboten an. Sie alle haben sich für die Mitgliedschaft in einer Kirche entschieden, in die sie nicht hineingeboren worden waren. Millionen Menschen üben sich in spiritueller Selbstbestimmung und das löst existenzielle Ängste bei den Kirchen aus. Unglaubliche fast 500.000 (!) Menschen traten im letzten Jahr (2014) aus den beiden großen Kirchen aus, so viel wie nur einmal zuvor (1992). Zudem wechselten Zigtausende die Seiten und entschieden sich für die Mitgliedschaft in einer anderen Konfession. Verständlich, dass bei den Kirchenleitungen die Nerven blank liegen, so möchte man meinen. Dabei gibt es eine andere Seite des Schreckens, denn durch massenweise Akte von Selbstbestimmung wird das deutsche Christentum zwar kleiner aber auch reifer und selbstbewusster. Unser Glaube braucht Überzeugung. Ich weiß, warum ich die Frau geheiratet habe, die ich habe und warum ich in dem Job arbeite, in dem ich arbeite. Niemals würde ich in diese wichtigen Bereichen ziel- und antriebslos durchs Leben stolpern wollen. Nein, ich will bewusst und selbstbestimmt leben! Warum sollte das beim Glauben anders sein?

Manchmal lassen wir uns von den Nachrichten über Kirchenaustritte so sehr lähmen, dass uns der Blick fürs Wesentliche abhanden kommt. Es wird leider viel zu oft vergessen, dass es noch etwas wichtigeres als Austritte gibt, nämlich die Eintritte und Übertritte. Das Christentum befindet sich in einem Veränderungsprozess. Wenn wir wissen wollen, wo sich dieser Glaube hin entwickelt, dann ist es wichtiger, sich mit denen zu beschäftigen, die bleiben als mit denen die gehen. Und es ist wichtig zu wissen, dass Viele die gehen auch wiederkommen. Aber zunächst handeln sie gemäß ihrer Überzeugung und das ist wichtig.

Papst Franziskus sucht Einheit

Die Gläubigen werden unsere (Frei-)Kirchen prägen, nicht die Kirchenfernen. [Foto: 123rf.com]

Die Gläubigen werden unsere (Frei-) Kirchen prägen, nicht die Kirchenfernen. Es ist wichtig zu wissen, was sie tun werden und wo es sie hinzieht. Bei den Wechslern geht es um entschiedene Christen, um Menschen, die sich zu Jesus und seiner Gemeinde bekennen und sich nicht der Säkularisierung beugen wollen. Sie haben die christliche DNA so sehr in ihrem Herzen, dass sie nicht so leicht aus der Bahn geworfen werden können. Es sind Menschen, die verstehen, dass ihre Differenzen mit einer Gemeinde nichts mit dem Glauben an sich zu tun haben. [Hiervon ausgenommen sehe ich die ständigen Wechsler, die es in keiner Gemeinde länger als ein paar Monate aushalten und die ständig auf der Suche nach dem Kick sind.]

Haben Sie schon einmal in ihrem Leben die Konfession gewechselt? 44 Prozent der US-Amerikaner haben das schon mindestens einmal getan. Das ergab eine Studie des PEW-Institut aus Washington D.C. mit 35.000 erwachsenen Befragten. Die meisten wechselten vor dem 24. Lebensjahr. Die Gründe dafür sind meistens unspektakulär – die Wechselfälle des Lebens, wie Heirat und Umzug. Jedoch haben sie auch mit der Zustimmung zur kirchlichen Lehre zu tun. Die meisten Mitglieder, die zum Beispiel der romisch-katholischen Kirche den Rücken kehren, taten dies nicht etwa wegen der Missbrauchs-Skandale, sondern weil sie die Lehre der Kirche nicht mehr bejahten.“ (Quelle: Faith in Flux – Changes in Religious Affiliation in the U.S.“ eine Studie des „Pew Forum on Religion and Public Life“, Washington D.C. vom 27.04.09).

Gemeindewechsel ist eine Entscheidung FÜR Gott und Gemeinde

Das Wort „Gemeindewechsel“ wird in christlichen Kreisen negativ gewertet, es klingt fast so hässlich wie „Kirchenaustritt“. Es mag manchem Pfarrer oder Pastor wie ein Synonym für das Schlechte in der Welt klingen. Nüchtern betrachtet ist es gar nicht so negativ wie es klingt.

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Der Religionspsychologe Prof. Dr. Sebastian Murken hat den Zeitpunkt des Konfessionswechsels wissenschaftlich erforscht. [Foto: tagblatt.ch]

Der Wechsel in die Gemeinde einer anderen Konfession kann durchaus eine gute Alternative sein, weil der oder die Gläubige sich positiv damit beschäftigt, welche Gemeinde er bzw. sie als angenehm empfinden würde. Der Religionspsychologe Prof. Dr. Sebastian Murken von der Universität Trier hat den Zeitpunkt im Leben eines Menschen, an dem dieser sich für eine Gemeindemitgliedschaft entscheidet, wissenschaftlich erforscht. 2004 erklärte er dazu in einem Aufsatz, dass es „deutliche Hinweise“ auf eine Konfliktreduzierung im Leben von Menschen gibt, die sich eine Gemeinde frei gewählt haben. Es gibt also wissenschaftliche Belege dafür, dass es einem Menschen gut tut wenn, er sich seine Gemeinde auswählt. (Quelle: Prof. Dr. Sebastian Murken, Religionspsychologe, Trier, in seinem Aufsatz “Psychosoziale Konflikte im Prozess des selbst gewählten Beitritts zu neuen religiösen Gemeinschaften“ , 2004, „Zeitschrift für Religionswissenschaft“).

Das hat die evangelische Kirche auch in einer eigenen Studie zum Thema „Wie finden Erwachsene zum Glauben“ herausgefunden. Dort hieß es bei der Vorstellung der Ergebnisse: „Aus soziologischer Perspektive sei die Kirchenzugehörigkeit stabiler, wenn sie durch eigene Wahl zustande kommt „und nicht einfach dadurch, dass man sich am sozialen Umfeld orientiert oder einfach das weiterführt, was in der Familie und Verwandtschaft üblich ist.“ (Quelle: idea, 19.10.09 „Wie Erwachsene zum Glauben finden“, Studie der Ernst Moritz Arndt-Universität Greifswald, Prof. Michael Herbst).

Die Reaktion der Kirchenleiter 

Ja, und wie sehen das dann die Kirchen? Geraten sie nicht unter Druck? Ist es nicht ihr Interesse, jedes Schäfchen im Stall zu behalten?

Die Kirchen finden Konfessionswechsel tatsächlich NICHT sehr gut – meistens! Viele Jahrhunderte hatten Sie ja zu deren Vermeidung extra die Sekten- Behauptung aufgestellt. Andere Glaubensformen sollten durch Fachleute derart unmöglich dargestellt werden, dass die Gläubigen nicht mal einen einzigen Besuch in Erwägung ziehen würden. Allerdings gehen die Kirchen hier heute auch mit der Zeit. Es gibt Ausnahmen, bei denen sie hin- und hergerissen sind, wie man an einer lustigen Agenturmeldung gut erkennen kann, deren unfreiwillige Komik sich erst auf den zweiten Blick erschließt: Im Februar 2009 äußerte sich der evangelische Bischof einer süddeutschen Landeskirche kritisch darüber, „dass auch die Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche zunehmend fast wie eine Vereinsmitgliedschaft angesehen werde. Bei Nichtgefallen des Angebots gehe man in einen anderen Verein.“

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Die Kirchen begrüßen Konfessionswechsel nur dann wenn sie dadurch Mitglieder gewinnen. [Foto: 123rf.com]

In genau derselben Agenturmeldung erzählt dann allerdings genau derselbe Landesbischof, dass es bei seiner Landeskirche Anfragen von Katholiken gegeben habe, die aufgrund einer strittigen Papstentscheidung zum Thema „Piusbruderschaft“ evangelisch werden wollten. Seine Haltung zum Konfessionswechsel hört sich hier plötzlich ganz anders an. Der Landesbischof sagte dazu: Die Landeskirche wolle zwar nicht „Gewinnler“ einer innerkatholischen Auseinandersetzung sein, respektiere jedoch eine „persönliche Gewissensentscheidung“ bei Anfragen zu einem Konfessionswechsel. (Quelle: „Keine Schadenfreude über Katholikenstreit“ idea, 10.02.2009).

Kirchenvertreter können Wechselgedanken von Kirchenmitgliedern durchaus unterschiedlich bewerten, entweder als „persönliche Gewissensentscheidungen“, die zu respektieren sei oder als „neumodisches Vereinsdenken“, dem sich die Kirchen nicht beugen könnten. Da Kriterien nicht genannt werden, kann man nur vermuten, dass es um die Wechselrichtung geht: Wechseln sie zu mir hin, ist es OK, wechseln sie von meiner Kirche weg, ist es zu verurteilen. So einfach ist das anscheinend.

Was Kirchen von Vereinen lernen können

19093247_sApropos Vereinsmitgliedschaft, ist es wirklich so schlimm, den Sportverein zu wechseln, wenn man unzufrieden ist? Vielleicht ist es ja gar nicht so abwegig? Vielleicht sollten sich die Kirchenleiter in gewisser Hinsicht sogar etwas an den Sportvereinen orientieren. Ein Sportverein, der merkt, dass seine Mitglieder immer öfter austreten, würde sicher versuchen, den Grund herauszufinden. Warum haben wir in letzter Zeit so viele Mitglieder verloren? Liegt es an unseren Trainern? Sind unsere Preise zu hoch? Muss unser Sportheim mal renoviert werden? Müssen wir etwas für den Nachwuchs tun? Was müssen wir tun, um unsere Mitglieder wieder zu begeistern, mitzureißen?

Bei den Kirchen ist das anders, sie sehen das Problem meist gar nicht bei sich selber. Durch eine wundersame Fügung ist in Deutschland bei jedweden Problemen niemals die Kirchengemeinde oder die Kirchenleitung Schuld. Wenn Christen massenweise ihre Gemeinden oder Kirchen verlassen, findet man immer allerhand Gründe: Die besagte Vereinsmentalität wird dabei immer wieder gerne angeführt. Auch die Unterstellung, die Ziel-Gemeinde der Übergetretenen würde gezielt Schäfchen abwerben, wird immer wieder gerne genommen. Klar, an was soll es auch sonst liegen?

Das Problem mit der inneren Bindung

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96% bzw. 90% der Kirchenmitglieder wollen ihren Glauben nicht im Gottesdienst ausleben [Foto: 123rf]

Immer wieder führt die mangelnde innere Bindung der Mitglieder von Kirchengemeinden zu Spannungen weil die Kirchen sie als ihre Mitglieder ansehen und es nicht verstehen, wenn sie plötzlich woanders, zum Beispiel in freikirchlichen oder katholischen Gemeinden, aktiv sind. Wenn nur 3,5 % der evangelischen und etwa 10 % der römisch-katholischen Christen an einem durchschnittlichen Sonntag im Gottesdienst zu finden sind, heißt das im Umkehrschluss, dass 96% bzw. 90% von ihnen keine ausreichende Bindung an ihre Kirche haben, um dort an jenem Sonntag ihren Glauben auszuleben. Und dies gilt trotz des immer wieder betonten großen Pluralismus, besonders in den evangelischen Kirchengemeinden. Der Pluralismus hat offensichtlich keine bindende Kraft!

Die charismatischen Gemeinden sind da schon etwas weiter. Sie haben die bindende Kraft durch das Erleben von Nutzen erkannt. Die Besucher und Mitglieder haben einen Gottesdienst besucht, der ihnen etwas gebracht hat. Und genau dieser Nutzen führt dazu, dass sie gerne wiederkommen werden und zwar schon am nächsten Sonntag!

Bei den traditionellen Kirchen ist das etwas anders. Sie mussten ihren Gläubigen in den letzten hunderten Jahren nie einen Nutzen vermitteln und tun sich auch heute schwer damit. Ihr Selbstverständnis ist hier einfach grundsätzlich anders. Es ist darauf ausgerichtet, Anlaufstelle zu sein, die traditionellen Liturgien zu pflegen und zu bewahren. Aber auch die Traditionspflege hat heute weitgehend seine Bindekraft verloren. Die modernen Gläubigen bleiben daher oftmals fern, was natürlich die Verbundenheit mit ihrer Kirche noch weiter schwächt. Ein übler Kreislauf setzt ein. Wenn jetzt nichts geschieht, droht bei der nächsten Belastung der Bruch.

Eine Initiative ohne Kraft

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Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock startete eine Initiative zum Beenden der geringen Mitgliederbindung [Foto: Dietmar Jendreyzik]

Es ist also wichtig, sich um die Mitgliederbindung Gedanken zu machen. Und hierzu gab es im Jahr 2003 eine bemerkenswerte Initiative der Evangelischen Kirche, die, nun sagen wir mal, nicht ganz zielführend war. Mitte Oktober 2003 entschloss sich die Kirchenführung, das Problem anzupacken. Hatte man bis dahin die mangelnde Bindung evangelischer Christen an ihre Gottesdienste mit Sorge beobachtet, konnte man danach erleichtert aufatmen, denn die Kirchenleitung hatte einen Ausweg gefunden – sie benannte die Gottesdienst-Schwänzerei von etwa 96% ihrer Mitglieder einfach als eine neue, eigenständige Glaubensform, die sogenannte „distanzierte Mitgliedschaft“ um.
In einem Anschreiben zur Veröffentlichung einer Studie zu dem Thema „Gottesdienstbesuch“ schrieb der damals scheidende EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock: „Zu den Befunden der Kirchenmitgliedschafts-Untersuchungen gehört es allerdings auch, dass die evangelischen Kirchenmitglieder die Art und Weise, wie sie ihr Christsein und ihre Kirchenmitgliedschaft sehen und leben, eigenständig bestimmen. Dabei lösen sie traditionelle Erwartungen an Glieder der Gemeinde Jesu Christi in vielen Hinsichten nicht ein.“ und: „Ich bin entschieden der Auffassung: Die evangelische Kirche wäre schlecht beraten, sich vom Leitbild einer Kirche, die unterschiedliche Gestaltungen der Kirchenmitgliedschaft akzeptiert und Spielräume für Nähe und Distanz lässt, abzuwenden und statt dessen eine Strategie der Konzentration auf einen bekennenden Gemeindekern zu verfolgen. … In der wissenschaftlichen Theologie und in der Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern ist die so genannte „distanzierte Mitgliedschaft“ zunehmend als eine eigene Form protestantischen Kirchenverhältnisses gewürdigt worden.“ (Quelle: Statement des EKD-Ratsvorsitzenden zur Veröffentlichung der Vierten EKD-Erhebung über Kirchenmitgliedschaft“, Berlin, 14.10.2003, Manfred Kock)

Wenn von „Spielräumen für Nähe und Distanz“ und „unterschiedliche Gestaltung der Kirchenmitgliedschaft“ die Rede ist, hört sich das positiv an. Wer könnte etwas dagegen sagen? Natürlich muss im Glauben Freiheit sein, ihn individuell unterschiedlich auszuleben. Der Eine mag es halt gerne etwas intensiver und der andere braucht mehr Distanz.

Reform oder Selbstbetrug?

Bereits kurz nach Veröffentlichung des Statements hagelte es Kritik vonseiten der Freikirchen. Diese pflegen eher die „Konzentration auf einen bekennenden Gemeindekern“, die übrigens auch Martin Luther in seiner „Vorrede zur deutschen Messe“ durchaus im Auge hatte (Quelle: Martin Luther, 1526, „Vorrede zur Deutschen Messe“). Und es geht den Freikirchen gut damit. Heutzutage besuchen wahrscheinlich weit mehr Menschen freikirchliche Gottesdienste wie die der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Und auch innerhalb der evangelischen Kirche sahen es nicht alle so rosig wie Herr Kock. Nur vier Jahre später, zu Beginn der sogenannten „Lutherdekade“, gab der Nachfolger von Kock, Bischof Huber, die Devise aus, dass der Gottesdienstbesuch wieder steigen müsse. Ganz so glücklich schien man mit der distanzierten Mitgliedschaft doch nicht zu sein.

Aus heutiger Sicht wirkt die damalige „Reform“ der Kirchenleitung eher als Selbstbetrug. Die angeblich neue „Glaubensform“ der „distanzierten Mitgliedschaft“ ist nichts als heiße Luft gewesen. Ihren schwächsten Punkt hat sie dann wenn distanzierte Mitglieder auf ein attraktives Gemeinde-Angebot treffen. Das Kirchenmitglied tritt aus der Kirche aus und das Entsetzen ist groß. Der Schuldige ist, na klar, die freikirchliche Gemeinde, wer sonst.

2014-09-28 15.19.40-2FAZIT: Das Christentum befindet sich in einem großen Wandel. Immer mehr Christen schauen „über den Tellerrand“ ihrer Gemeinde und interessieren sich dafür, was anderswo läuft, und das ist gut so. Alle Kirchen und Freikirchen kennen das. Die Folgen für das Christentum sind durchaus positiv. Ohne Frage haben Menschen, die sich bewusst für eine Gemeindemitgliedschaft entschieden haben eine größere spirituelle Kraft und sie sind überzeugtere Christen.

Die Kirchen- und Freikirchengemeinden profitieren von Mitgliedern, die wissen, warum sie genau dort sind, wo sie sind. Sie müssen sich damit beschäftigen, was ihren Mitgliedern wichtig ist. Das muss kein Widerspruch zu einem geistlich relevanten Gemeinde-Leben sein. Was sind die Kriterien, die dazu führen, das Menschen gerne bleiben und sich in meiner Gemeinde zu Hause fühlen? Auch müssen in vielen Gemeinden dringend Löcher gestopft werden. Die Ursachen für Abwanderung nur bei anderen zu suchen wird keiner Gemeinde helfen. Hier muss sich jeder an die eigene Nase fassen. Wenn wir alle unsere Hausaufgaben machen, die Christen und die Gemeinden, wird es dazu führen, dass das Christentum in Deutschland stärker wird. Wir alle profitieren davon wenn die Gemeinden mehr Bindekraft haben.

Lasst uns ehrlich sein, Fehler zugeben und ausräumen. Dann wird es aufwärts gehen mit dem Christentum in Deutschland. Das haben wir bitter nötig!

Ich wünsche Ihnen noch einen gesegneten Tag

Ergänzende Infos aus dem Internet:

Kirchenaustritte 2014 nach einer Meldung von evangelisch.de: https://www.evangelisch.de/inhalte/122905/17-07-2015/mitgliederzahlen-beiden-grossen-kirchen-deutschland-gehen-weiter-zurueck

Pressekonferenz zur EKD-Synode 2014 zum Thema Kirchenaustritte: https://www.youtube.com/watch?v=I8ZZSrjaLSc

 veröffentlicht im November 2015 durch Jens Wätjen

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Ein Gedanke zu “Die andere Seite des Schreckens

  1. Einen kulturgeschichtlichen Blickwinkel hat der verst. Paderborner Dogmatikprofessor und Nestor der kath. charismatischen Erneuerung, Heribert Mühlen, gehabt. Er hat nachgewiesen, dass die Volkskirchenmitglieder auch deswegen nur schwer zu einer selbstständigen Glaubensentscheidung finden, weil die Sachsenmission des Frühmittelalters eine Zwangsmissionierung war und politische Gründe hatte. Die kirchliche Tradition mit ihrer Säuglings-/Brauchtumstaufe hat daher nie eine freiwillige Glaubensentscheidung Erwachsener als Basis oder zum Ziel gehabt. Daher hat Mühlen ein „Erwachsenenkatechumenat für bereits Getaufte“ und eine „Liturgie für die Lebensübergabe“ gefordert, stieß damit bei der Deutschen Bischofskonferenz aber auf wenig Zustimmung. Deren neueste Verlautbarung „Gemeinsam Kirche sein“ korrigiert diese Haltung. Das Wort „Charisma“ bzw. „charismatisch“ kommt 57 Mal vor, also fast auf jeder Seite…
    Inzwischen führt das Bistum Aachen Gemeindegründer-Seminare für pastorale Mitarbeiter/innen durch, und das Erzbistum Wien hat ganz offiziell die Kerygma-Gemeinschaft mit der Ausbildung von jungen kath. Leitungspersonen beauftragt. Kerygma ist ein Ableger der freikirchlichen Initiative „Jugend mit einer Mission“.

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