Die Versprechungen der Charismatiker

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Die charismatische Bewegung muss sich Vorwürfe anhören. Was ist dran? [Foto: 123rf.com]

Die pfingstlich-charismatische Bewegung hat in wenigen Jahrzehnten die gesamte Welt erfüllt, jeder vierte Christ gehört heute dazu. Während einige Kirchen mit großen Problemen zu kämpfen haben, scheint den Charismatikern fast alles zu gelingen was sie anpacken. Das bringt die Kirchen natürlich in Erklärungsnöte. Warum klappt es dort anscheinend problemlos und sie bekommen es nicht hin? So haben sich manche kritischen Theologen eine Argumentation zurechtgelegt, bei der Versprechungen

eine zentrale Rolle spielen. Einer der übelsten Vorwürfe lautet, dass die Charismatiker oft vollmundige Verspechungen machen, von denen jedoch im Voraus feststeht, dass sie diese gar nicht erfüllen können, „unerfüllbare Heilsversprechen“ ist der Fachbegriff.

Das hört sich wirklich schlimm und verführerisch an, denn so etwas ist – Betrug.

Kaum ein Vorwurf hat die charismatische Bewegung so herausgefordert und sie so in Misskredit gebracht wie dieser. Was ist nun dran, an diesem Vorwurf? Ist er berechtigt oder was soll man von ihm halten?

„Heilsversprechen“ sagt etwas zu  

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Der Begriff „Leistungsversprechen“ ist rechtlich relevant, weil man die zugesagte und die tatsächlich erbrachte Leistung direkt miteinander vergleichen kann. [Foto: 123rf.com]

Der Begriff „Heilsversprechen“ ist dem Wort „Leistungsversprechen“ aus der Werbung ähnlich. Einem Kunden wird beispielsweise von einer Firma eine Leistung zugesagt, die er als Gegenleistung für sein Geld erhalten wird. So kann der Kunde abwägen, ob er bereit ist, für diese zugesagte Leistung die Summe Geld auszugeben. Dieser Begriff ist rechtlich relevant weil man das Leistungsversprechen und die tatsächlich erbrachte Leistung direkt miteinander vergleichen kann. Ist einem Käufer eine Leistung versprochen worden, die nicht erbracht wird, steht der Verdacht des Betrugs im Raum.

Wenn das Wort „Heilsversprechen“ dann noch mit dem Adjektiv „unerfüllbar“ ergänzt wird, bekommt das Wort endgültig einen sektiererischen Klang. In unserem gesellschaftlichen und juristischen Kontext ist ein „unerfüllbares Leistungsversprechen“ quasi schon vollzogener Betrug weil von vornherein feststeht, dass man die zugesagte Leistung gar nicht bringen kann. Ein „unerfüllbares Heilsversprechen“ ist damit Betrug im Glaubens-Leben und Verführung womöglich leichtgläubiger Menschen. Schlimmer geht es nicht, das ist Abzocke ersten Grades und riecht kräftig nach Sektiererei.

Zwei Bereiche, die gar nichts miteinander zu tun haben!

Das Wort „Heilsversprechen“ ist in diesem Zusammenhang ein etwas polemisches Wort, weil es zwei Lebensbereiche miteinander vergleicht, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben: Die Wirtschaftsabläufe und unsere religiöse Überzeugung. Es gibt einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen beiden Bereichen, der von den Kritikern nicht beachtet wird: Während in der Wirtschaft auf jedes (Leistungs-)Versprechen zwingend auch eine Leistung zu erfolgen hat, ist das im Glauben nicht unbedingt der Fall!

UND: Das Versprechen wird nicht vom Menschen erfüllt sondern von Gott! Der Mensch ist nur Mittler. In allen Religionen wird mit „Glauben“, also mit Überzeugungen aus der unsichtbaren Welt gearbeitet. Das ist das Wesen der Religion! Das wissen natürlich auch die Kritiker, deshalb unterstelle ich hier ein gewisses Maß an Polemik.

Glaubensinhalte sind immer unerfüllbare Heilsversprechen!

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Die Überzeugung von einem Leben nach dem Tod wird von Millionen Pastoren zugesagt, kann aber niemals von ihnen selbst eingelöst werden. Darin liegt das Vertrauen in Gott! [Foto: 123rf.com]

Etwas zugespitzt kann man sagen, dass Glaubensinhalte eigentlich immer „unerfüllbare Heilsversprechen“ sind. Nehmen wir zum Beispiel eine ganz zentrale christliche Lehre: den Glauben an ein Leben nach dem Tod, dem fast alle 2,4 Milliarden Christen anhängen. Wenn Christen ehrlich sind, müssen sie eingestehen, dass sie das glauben, ohne es belegen oder gar selber einlösen zu können. Sie beziehen diesen Glauben aus der Bibel, die das in Aussicht stellt: Es geht nach dem Tod weiter. Pfarrer oder Prediger, die das Leben nach dem Tod verkündigen, können es ebenfalls nicht selber einlösen. Wer wollte das schon von sich behaupten!

Oder nehmen wir den Glaubensinhalt, dass das Grab von Jesus leer sei. Welcher Pfarrer oder Kirchenvertreter könnte mit 100%-iger Sicherheit behaupten und beweisen und damit einlösen, was durch die Auferstehung von Jesus geschehen sein soll? Niemand kann das, weil wir alle nicht dabei waren. Und trotzdem wird es verkündet und da wo es geglaubt wird, und man sein Leben danach ausrichtet, geschehen große Dinge!

Christlicher Glauben lebt zu großen Teilen von Heilsversprechen, die vom Verkündiger selber nicht einlösbar sind. Darin besteht ja eben das Vertrauen in Gott!

Millionen von Christen werden skandalisiert und kriminalisiert

Kritiker, die Charismatikern derartige Vorwürfe machen, betreiben hier Augenwischerei. Sie skandalisieren und kriminalisieren eine komplette Bewegung von mehreren hundert Millionen Menschen mit unhaltbaren und an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfen. Christlicher Glaube in jeder Form ist ein von Menschen „unerfüllbares Heilsversprechen“ weil keine Kirche selber dafür sorgen kann, dass ihre Mitglieder nach dem Tod auch wirklich ein ewiges Leben haben. Sie versprechen es aber, weil es so in der Bibel steht. Das heißt also, dass jede Form von Ewigkeitsglauben, der offen von der Kanzel verkündet wird, grundsätzlich ein „uneinlösbares Heilsversprechen“ ist.

Pastoren und Prediger sind „Briefträger“

Das Versprechen ewigen Lebens, das Pfarrer millionenfach weitergeben, können sie selber nicht einlösen. Sie sehen sich als eine Art „Briefträger“ zwischen Gott und Mensch. Sie gehen davon aus, dass sein Wort vertrauenswürdig ist und Kraft hat, heute Leben zu verändern.

Das Problem der liberalen Theologie mit der Spiritualität

Wenn Pfarrer nur noch das verkündigen dürften, was sie selber einlösen könnten, dann wären die Kirchen noch weitaus leerer als sie sowieso schon sind. Wenn nur noch Lieder gesungen werden dürften, deren Texte unmittelbar beweisbar und einlösbar sind, dann hätten wir ein ziemlich dünnes Kirchengesangbuch.

Dies ist der Kern des Glaubensproblems vieler liberaler Theologen. Sie haben anhand der historisch-kritischen Methode versucht, die biblischen Inhalte so lange kritisch zu hinterfragen, bis nur noch diejenigen Inhalte übrig blieben, die eindeutig beweisbar und unmittelbar einlösbar seien. Und es ist in der Tat nicht viel übrig geblieben von der Bibel und die Kirchen wurden immer leerer weil die Verkündigung dieser Theologen mit dem Glauben nicht mehr viel zu tun hat. Christliche Verkündigung lebt von Hoffnung, die der Pfarrer auch nicht selber einlösen kann sondern nur Gott selbst.

Trost, der über das Verstehbare hinaus geht

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Wenn die Dimension Gottes in unserem Leben eine Rolle spielt, müssen wir uns stets von dem Gedanken verabschieden, wie in der Wirtschaft, Leistungsversprechen mit direkter Einlösbarkeit präsentiert zu bekommen. Das wäre ein Automatismus, an den niemand ernsthaft glaubt, der mit Glauben zu tun hat! [Foto: 123rf.com]

Warum strömen die Menschen in Krisenzeiten in die Kirchen? Weil sie Zuflucht und Trost suchen. Ebenfalls Dinge, die ein Pfarrer nicht selber einlösen kann. Er würde ja zusammenbrechen wenn er selber allen Hilfe- und Trostsuchenden den Trost spenden müsste.

Wenn die Dimension Gottes in unserem Leben eine Rolle spielt, müssen wir uns stets von dem Gedanken verabschieden, wie in der Wirtschaft, Leistungsversprechen mit direkter Einlösbarkeit präsentiert zu bekommen. Das wäre ein Automatismus, an den niemand ernsthaft glaubt, der mit Glauben zu tun hat.

Übrigens sind es jene Theologen, die vor „unerfüllbaren Heilsversprechen“ warnen, die im selben Atemzug warnen, dass Gott kein Automat sei, in den man oben ein Gebet einwirft und unten kommt die Gebetserhörung raus. Letztendlich sind das Vorwürfe aus der alten Zeit der Entmythologisierung des Glaubens. Auch die Volkskirchen werden seit mehreren Jahren wieder offener für Glaubensinhalte.

Unvergessen der viel beachtete Artikel des früheren EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Wolfgang Huber in der FAZ, in dem er eingestand, dass „Wir erkennen, dass die Konzentration auf den christlichen Glauben in seiner geistlichen Bedeutung ein weit größeres Gewicht hat.“ [Quelle: FAZ, 27.02.2006] Diese „geistliche Bedeutung“ beinhaltet den Verzicht auf unmittelbare Beweisbarkeit und Einlösbarkeit. Insofern führt sich mit etwas Nachdenken, der Gedanke der „uneinlösbaren Heilsversprechen“ selber ad absurdum.

Er ist unlogisch und nicht konsequent durchdacht, wie es bei Polemik oft der Fall ist. Ein zentraler Kritikpunkt an der charismatischen Bewegung entpuppt sich, bei näherem Hinsehen, als Augenwischerei und Polemik, er sollte schnellstens zurückgezogen werden.

Das Gebet für Kranke und der prophetische Dienst

Auf welche Inhalte beziehen sich nun diese scharfen Worte der Kritiker? Meistens ist damit gemeint, dass in charismatischen Gottesdiensten für Kranke gebetet wird und prophetische Worte zu hören sind. Dabei wird ganz konkret erwartet, dass Gott hier auch eingreift und heilt und dass die prophetischen Worte jemandem gelten, der in einer schwierigen persönlichen Situation ist. Aus Sicht der Charismatiker greift hier genau der gleiche Mechanismus wie bei der Frage nach dem ewigen Leben. Sie geben ein Versprechen weiter, nämlich das der Hilfe und des Eingreifens Gottes, wovon sie glauben, dass es von einer anderen Person, nämlich Gott, eingelöst wird.

Aus Sicht charismatischer Pastoren oder Prediger machen sie selber gar keine Versprechen sondern geben nur das als „Postbote“ weiter, was Gott sagt. Keiner von ihnen würde je behaupten, dass sie selber Menschen heilen könnten. In der charismatischen Bewegung gibt es, so selbstbewusst sie auch nach Außen wirkt, eine große Wahrnehmung der eigenen Schwäche. Jeder Charismatiker, der einmal für Kranke gebetet hat kennt das Gefühl der Ohnmacht wenn ein Kranker um Gebet bittet. Sie wissen, dass sie selber diese Krankheit keinen Millimeter bewegen können. Wer dann aber, im Vertrauen auf Gott, die Hände auf die Kranken legt und sieht, wie Krankheiten verschwinden, weiß, dass hier Gott am Werke ist und das erleben sie als Gebetserhörung.

veröffentlicht im April 2015 durch Jens Wätjen

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5 Gedanken zu “Die Versprechungen der Charismatiker

  1. Lieber Jens,

    ein wichtiges Thema sprichst du da an. Der Eingangsanalyse stimme ich zu. Allerdings machst du aus meiner Sicht zwei elementare Fehler:
    1. Glaube ist nicht Wissen, sondern Vertrauen. Deshalb ist deine Behauptung, Religion wäre immer ein unerfüllbares Heilsversprechen Unsinn. Du schaffst es nicht aus deinem Denkraster auszubrechen, wenn du behauptest, Pfarrer und Christen allgemein würden ein Leben nach dem Tod versprechen. Das tun sie eben nur dann, wenn sie genau in die Falle tappen, ein uneinlösbares Heilsversprechen zu geben. Die Wahrheit ist aber: Christen vertrauen darauf, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Sie wissen es nicht – wie du richtig sagst -, sie hoffen nur. Und entsprechend wäre es auch unredlich, wenn ein Pfarrer jemandem ein Leben nach dem Tod verspräche. Er kann nur zusammen mit dem anderen hoffen. Hoffnung freilich ist dabei kein Zeichen von Schwäche oder Lauheit. Hoffnung kann im Gegenteil viel stärker sein als jedes Wissen. Trotzdem ist das kein Versprechen.

    2. Die Aussage, Charismatiker würden kein Heilungsversprechen abgeben, sondern wären nur Boten von Gottes Versprechen, offenbart das ganze Dilemma des Themas. Was du als Ausweg darstellst ist in Wirklichkeit eine Eskalation des Problems. Man verlagert das Heilsversprechen von sich selbst auf Gott und macht es damit doch alles noch viel schlimmer. Denn letztendlich ist es natürlich nur man selbst, der das Versprechen gibt – in Ermangelung direkter göttlicher Direktive. Kommt die versprochene Heilung dann nicht, dann wiegt die Last um so höher. Wenn du in charismatische Gottesdienste reinhörst, dann fallen dort immer wieder Sätze wie: „Gott will/wird heute heilen!“ Welch eine Anmaßung!

    Dass dies eine Anmaßung und Selbstüberschätzung ist hast du für mich mit deinen Zeilen nicht wegargumentieren können.

    Liebe Grüße,
    Rolf

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    • Lieber Rolf, lieber Jens,
      Heilungsversprechen sind meiner Anicht nach keine charismatische Erfindung. Jeder Mensch, der krank ist möchte gesund werden und sucht einen Weg dahin. Er geht zum Arzt und dieser verspricht doch auch, dass diese oder jene Methode hilft. Nicht erst seit es Christen gibt, glauben Menschen, dass Gott heilen kann und heilen will. Gesundheit ist ein Merkmal der Schöpfung und Krankheit ein Mermal der gefallenen Schöpfung. Also liegt es doch nahe, dass die Menschen immer glaubten und wussten, dass in der Gegenwart Gottes (Himmel auf Erden) Heilung passiert. Nichts anderes lehrte Jesus. Und jeder Mensch, der eine Berührung des Himmels erlebt, erfährt Heilung. Jeder. Die Frage ist doch: Wie sieht Heilung aus? und Wie kann ich den Himmel berühren? Das sind doch die großen Missverständnisse (und nicht erst seit gestern, Jesus hatte damit ja auch zu kämpfen), die zu Enttäuschungen (Ent-Täuschungen) führen. Es ist keine Lüge, wenn man behauptet, dass in Gottes Gegenwart immer Heilungen stattfinden, denn der Himmel (Gottes Gegenwart) kennt keine Krankheit. Ein Kranker, der die verordnete Medizin nicht nimmt und dann dem Arzt vorwirft, er hätte ihm falsche Versprechungen gemacht, hat die Situation nicht erkannt. Ich würde nie einem Kranken sagen, er sei selber Schuld, wenn er nicht gesund wird. Ich würde vielmehr mit allen Mitteln versuchen ihn in die Gegenwart Gottes zu führen, denn ich weiß, da wird ihm geholfen. Und das machen die Charismatiker, die ich kenne.
      Liebe Grüe Horst

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  2. Lieber Rolf,

    Danke für deinen Kommentar. Ich schätze deine Kommentare sehr, obwohl wir meistens nicht einer Meinung sind.
    1. Ich bin seit sehr vielen Jahren Christ und ich kenne sehr viele Christen, deren Hoffnung auf die Ewigkeit schon einen Status von Gewissheit hat (sind oft Charismatiker). Sie sind völlig überzeugt davon und geben das auch so weiter. Es gibt auch viele Bibelstellen, die eine derartige Gewissheit weitergeben wenn wir nur an Jesus glauben entsprechend unserem Glauben handeln. Ich empfehle zum Thema Glauben Hebr. 11 kompl. zu lesen. Der Glaube ist eine Gewissheit von Dingen die nicht gesehen werden können.
    2. Du widersprichst dir selbst, sagst, dass Menschen das Versprechen abgeben und zitierst sie damit dass sie sagen, dass Gott es tun will. Hm. Was denn nun?
    Es ist aus meiner Sicht keine Anmaßung. Wenn ich den Impuls verspüre, dass Gott es sagt, gebe ich es so weiter und bin Postbote. Wo ist das Problem?
    Ich bin allerdings vorsichtig, WIE ich es weitergebe, weil ich mich irren kann, das ist eine Sache der Formulierung. Und das hängt auch von der Menge der Leute ab, die vor mir sind. Spreche ich mit einer einzelnen Person dann formuliere ich sehr vorsichtig. Bei großen Mengen von Menschen, ist die Gefahr nicht so groß, dass es einzelne als manipulativ erleben weil der Eindruck, z.B. von einer Krankheit, die Gott heilen will, ja auch jemand anderes betreffen könnte.
    Die Bibel ist voll von Menschen, die das aussprechen, was Gott gerne sagen möchte, man nennt sie Propheten. Ich kann keinen „Mangel an Direktive“ erkennen. Die Bibel ist voll von Direktiven zu dem Thema und ich bin sicher, dass du sie alle kennst. Ich brauche dir keine Liste schreiben. Du wertest sie einfach anders und genau da liegt das Problem: Unterschiedliches Bibelverständnis …

    Lieber Horst,

    sehr interessante Ergänzung, die ich exakt genauso sehe. Danke dafür!

    Lieben Gruß

    Jens

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  3. Die folgende Bibelstelle beschreibt die zugrundeliegende Problemstellung treffend:

    1. Korintherbrief 2:4-16
    „Von der Weisheit Gottes“ „Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3):»Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben. « Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist. Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen. Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden. Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen«? (Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn“

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  4. Die Problemstellung ist im Blogbeitrag von Jens W. treffend beschrieben. Es geht um den Konflikt zwischen „moderner Theologie“, welche sich auf den Menschen fokussiert und seine rationalen Verstehensmöglichkeiten zum Maßstab macht und einer charismatischen Theologie, welche mit dem teilweise für uns nicht immer erfassbaren Wirken unseres mit uns versöhnten Gottes rechnet, wie es der Bibel zugrunde liegt („sola Scriptura“).

    Wir haben ein festes Vertrauen, dass unser liebevoller Gott es immer gut mit uns meint, auch wenn wir seine Wegen und Methoden nicht immer rational verstehen. Dazu treffende Bibelstellen

    Hebräerbrief 10:35 – 36. 11:1 und 11:5
    „Darum Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.“

    „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“

    „Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“

    Johannesevangelium 16:22-23:
    „Und auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. An dem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen.“

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